Impulse/Literatur

Als ich mich selbst zu lieben begann

 

Als ich mich selbst zu lieben begann

habe ich verstanden,

dass ich immer und bei jeder Gelegenheit

zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin

und dass alles, was geschieht, richtig ist -

von da an konnte ich ruhig sein.

 

Heute weiss ich, das nennt man

VERTRAUEN.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann

konnte ich erkennen,

dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnung für mich sind,

gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

 

Heute weiss ich, das nennt man

AUTHENTISCH SEIN.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann

habe ich aufgehört,

mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen,

dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

 

Heute weiss ich, das nennt man

REIFE.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

mich meiner freien Zeit zu berauen

und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich das, was mir Spaß und Freude macht,

was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,

auf meine Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich: Das nennt man

EHRLICHKEIT.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,

von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem,

das mich immer wieder hinunter zog,

weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das "Gesunden Egoismus",

aber heute weiß ich, das ist

SELBSTLIEBE.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen,

so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt: Das ist

DEMUT

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich geweigert,

weiter in der Vergangenheit zu leben

und mich um meine Zukunft zu sorgen.

Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick,

wo ALLES stattfindet,

so lebe ich heute jeden Tag und nenne es

BEWUßTSEIN.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann.

Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,

bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Diese Verbindung nenne ich heute

HERZENSWEISHEIT.


 

                                                                      Charly Chaplin

 

 

 

 

Suche nach der Liebe

 

"Deine Aufgabe ist es nicht, nach Liebe zu suchen,

sondern einfach, alle Schranken in dir selbst zu suchen und zu finden,

die du gegen sie erbaut hast.

Es ist nicht nötig, nach dem zu suchen, was wahr ist,

....es ist nötig, nach dem zu suchen, was falsch ist."

                                                                            Ein Kurs in Wundern

 

 

Meinen Stamm

 

Ich suche meinen Stamm,

die Leute meines Stammes sind leicht zu erkennen:

Sie gehen aufrecht, haben Funken in den Augen

und ein Schmunzeln auf den Lippen.

 

Sie sind weder heilig noch erleuchtet.

Sie sind durch ihre eigene Hölle gegangen,

haben ihre Schatten und Dämonen angeschaut, angenommen und offenbart.

 

Sie sind keine Kinder mehr,

 wissen wohl was ihnen angetan worden ist,

haben ihre Scham und ihre Rage explodieren lassen

und dann die Vergangenheit abgelegt,

die Nabelschnur abgeschnitten und die Verzeihung ausgesprochen.

 

Weil sie nichts mehr verbergen wollen, sind sie klar und offen.

Weil sie nicht mehr verdrängen müssen,

sind sie voller Energie, Neugierde und Begeisterung.

Das Feuer brennt in ihrem Bauch!

 

Die Leute meines Stammes kennen den wilden Mann und die wilde Frau in sich

und haben keine Angst davor.

Sie halten nichts für gegeben und selbstverständlich,

prüfen nach, machen ihre eigenen Erfahrungen und folgen ihrer eigenen Intuition.

 

Männer und Frauen meines Stammes begegnen sich auf der gleiche Ebene,

achten und schätzen ihr "Anders"-Sein,

konfrontieren sich ohne Bosheit und lieben ohne Rückhalt.

 

Leute meines Stammes gehen oft nach innen,

um sich zu sammeln,

Kontakt mit den eigenen Wurzeln aufzunehmen,

sich wieder finden,

falls sie sich durch den Rausch des Lebens verloren haben.

 

Und dann kehren sie gerne zu ihrem Stamm zurück,

denn sie mögen teilen und mitteilen, geben und nehmen,

schenken und beschenkt werden.

 

Sie leben Wärme, Geborgenheit und Intimität.

 

Getrennt fühlen sie sich nicht verloren

wie kleine Kinder und können gut damit umgehen.

 

Sie leiden aber an Isolation und sehnen sich

nach ihren Seelenbrüdern und -schwestern.

 

Die Zeit unserer Begegnung ist gekommen.

 

Ich rufe meinen Stamm auf!"

                                                                      Verfasser unbekannt

 

 

Nur Du kannst entscheiden

 

Du hast immer die Möglichkeit, eine positive Entscheidung zu treffen.

Egal wie deine Situation gerade aussieht,

egal wie die Umstände sind.

Auch wenn deine Situation gerade festgefahren, ausweglos oder endgültig erscheint.

 

Nur du kannst entscheiden, ob du all deine Gefühle dazu

 verdrängst, verleugnest, einfrierst....

oder ob du bereit bist, allen Kummer, Schmerz, Wut, Traurigkeit, ...

zu fühlen, zuzulassen und schließlich wieder loszulassen und dich öffnest für Neues.

 

Nur du kannst entscheiden, ob du das Glas als halbleer

oder als halbvoll sehen willst.

Nur du kannst entscheiden, ob du an den Schattenseiten deines Lebens zerbrichst

oder durch sie zum Licht strebst.

Nur du kannst entscheiden, ob du dich selbst als Opfer der Umstände wahrnimmst

oder als Schöfper deines eigenen Lebens begreifst.

 

Nur du kannst entscheiden, welchen Sinn dein Leben hat -

zu funktionieren, zu horten, Dramen zu erschaffen/erleben,

der Norm zu entsprechen, zu kämpfen, zu zerstören, zu leiden.....

oder kreativ zu sein, schöpferisch zu sein, zu heilen, zu helfen,

zu berühren, zu lieben, Freude zu schenken, Gutes zu teilen,

einzigartig zu sein, dankbar zu sein, glücklich zu sein.....

 

Nur du kannst entscheiden, ob du Gesundheit als selbstverständlichen Zustand betrachtest oder mit großer Dankbarkeit annimmst.

Nur du kannst entscheiden, ob du Krankheit als ungerecht verdammst

oder als Weg zu innerer Gesundheit begreifst.

 

Nur Du kannst entscheiden, ob du dich be-schwerst über die Dinge, die in deinem Leben "schlecht" und unzureichend sind

oder ob du von ganzem Herzen dankbar bist für alles,

was du bereits hast, was du erreicht hast und wer du bist.

 

Nur du kannst entscheiden, ob du die/deine Zukunft als

Be-last-ung siehst

oder als Füllhorn neue wunder-barer Möglichkeiten.

 

 

Das Gasthaus

Dieses „Mensch-sein“ ist wie ein Gasthaus
Jeden Morgen ein neuer Gast:
Freude, Depression, Gemeinheit
Mancher momentaner Zustand kommt als unerwarteter Gast
Heiße alle willkommen und unterhalte dich mit ihnen
Selbst, wenn sie ganz viel Trauriges mitbringen
Durch dein Haus fegen und alles zerstören, deine Möbel entfernen..
Behandle jeden Gast ehrenvoll
Es kann möglich sein, dass genau dieser Gast dir zu unerwartetem Entzücken verhilft
Der dunkle Gedanke, die Scham, die Boshaftigkeit...
Treffe sie alle am Eingang, lache ihnen zu und lade sie ein, einzutreten
Sei dankbar für jeden Gast, der kommt, denn jeder ist ein Führer aus dem Jenseits...

...alles, was du erfährst, ist der perfekte Ort, die perfekte Zeit, es ist dein Millimeter auf deiner Reise...

(Jelaladdin Rumi)

 

 

 

 

In dem Augenblick,
in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.

Alle möglichen Dinge,
die sonst nie geschehen wären, geschehen,
um einem zu helfen.

Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt
durch diese Entscheidung,
und sie sorgt zu den eigenen Gunsten
für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle,
Begegnungen und materielle Hilfen,
die sich kein Mensch vorher je erträumt haben könnte.

Was immer du kannst oder Dir vorstellst,
dass du es kannst,
beginne es!

Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie in sich.
Beginne jetzt!

(Goethe)

 

 

 

Sich Fallen lassen
Die ganze Kunst war: sich fallen lassen!
Das leuchtete als Ergebnis seines Lebens
hell durch sein ganzes Wesen: sich fallen lassen!
Hatte man das einmal getan,
hatte man einmal sich dahingegeben,
sich anheim gestellt, sich ergeben,
hatte man einmal auf alle Stützen
und jeden festen Boden unter sich verzichtet,
hörte man ganz und gar nur noch
auf den Führer im eigenen Herzen,
dann war alles gewonnen, dann war alles gut,
keine Angst mehr, keine Gefahr mehr.

(Hermann Hesse)

 

 

Bitte

Wir werden eingetaucht
und mit dem Wasser der Sintflut gewaschen,
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut.

Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten,
der Wunsch, verschont zu bleiben,
taugt nicht.

Es taugt die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Zweig vom Ölbaum bringe.
Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei,
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden.

Und dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube
und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst entlassen werden.

 

 

 

 

Es gibt dich

Dein Ort ist
wo Augen dich ansehen
wo sich die Augen treffen
entstehst du
Von einem Ruf gehalten
immer die gleiche Stimme
Es scheint nur eine zu geben
mit der alle rufen
Du fielst
aber du fällst nicht
Augen fangen dich auf
Es gibt dich
weil Augen dich wollen
Dich ansehen und sagen
Dass es dich gibt.

(Hilde Domin)


 

 

Der Tanz der in uns lebt,
ist wie ein Traum.
Nur wir können ihn träumen,
ihm physische Form geben
und ihn leben.
Und wenn wir unseren Tanz
nicht tanzen,
wer soll es sonst tun?

(Gabrielle Roth)

 

 

 

 

Und es will Vieles werden.

Wir gehen immer verloren,
wenn uns das Denken befällt,
und werden wiedergeboren,
wenn wir uns ahnend der Welt anvertrauen
und treiben, wie Wolken in hellem Wind.
Und alle Grenzen, die bleiben,
sind ferner, als Himmel sind.

Und es will Vieles werden,
doch wir ergreifen es kaum.
Wie lange sind wir der Erden
Ängstliche noch im Traum?

Fragwürdige noch wie lange,
jetzt, da sich schon alles besinnt,
da das, was einstens so bange,
schon klarer vorüberrinnt?

Daß uns ein Sanftes geschähe,
wenn uns der Himmel berührt,
wenn seine atmende Nähe
uns ganz zum Hiersein verführt.

(Jean Gebser)

 

 

 

Heilwerden.

Beim Heilwerden geht es darum, unsere Herzen zu öffnen,

nicht sie zu verschließen.
Es geht darum, die Stellen in uns, die die Liebe nicht einlassen wollen,

weich zu machen.
Heilung ist ein Prozess.
Beim Heilwerden schaukeln wir hin und her

zwischen dem Schweren der Vergangenheit

und der Fülle der Gegenwart und bleiben immer öfter in der Gegenwart.
Es ist das Schaukeln, das die Heilung bewirkt,

nicht das Stehenbleiben an einer der beiden Stellen.
Der Sinn des Heilwerdens ist nicht, für immer glücklich zu werden:

Das ist unmöglich!
Der Sinn der Heilung ist, wach zu sein und sein Leben zu leben

und nicht bei lebendigem Leibe zu sterben.
Heilung hängt damit zusammen,

gleichzeitig ganz und gebrochen zu sein.

 

 

„Du musst das Leben nicht verstehen
dann wird es werden wie ein Fest
und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Tag sich viele Blüten schenken lässt
sie aufzusammeln und zu sparen
das kommt dem Kind nicht in den Sinn
es löst sie leise aus den Haaren
drin sie so gern gefangen waren
und hält den lieben jungen Jahren
nach Neuen seine Hände hin.“

 

 

 

Man hatte vor tausend Dingen Angst,
vor Schmerzen...
vor dem eigenen Herzen,
man hatte Angst vor dem Schlaf,
Angst vor dem Erwachen,
vor dem Alleinsein...
vor dem Tode – namentlich vor ihm, dem Tode.

Aber all das waren nur Masken und Verkleidungen,
In Wirklichkeit gab es nur eines,
vor dem man Angst hatte:
das Sich-fallen-Lassen,
den Schritt in das Ungewisse hinaus,
den kleinen Schritt hinweg.
Über all die Versicherungen, die es gab.
Und wer sich einmal,
ein einziges Mal hingegeben hatte,
nur einmal das große Vertrauen geübt,
und sich dem Schicksal anvertraut hatte,
der war befreit,
Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen,
er war in den Weltraum gefallen
und schwang im Reigen der Gestirne mit.

(Hermann Hesse)

 

 

 

Wenn ein Kind kritisiert wird, lernt es zu verurteilen.

Wenn ein Kind angefeindet wird, lernt es zu kämpfen.

Wenn ein Kind verspottet wird, lernt es, schüchtern zu sein.

Wenn ein Kind beschämt wird, lernt es, sich schuldig zu fühlen.

Wenn ein Kind verstanden und toleriert wird, lernt es, geduldig zu sein.

Wenn ein Kind ermutigt wird, lernt es, sich selbst zu vertrauen.

Wenn ein Kind gelobt wird, lernt es, sich selbst zu schätzen.

Wenn ein Kind gerecht behandelt wird, lernt es, gerecht zu sein.

Wenn ein Kind geborgen lebt, lernt es zu vertrauen.

Wenn ein Kind anerkannt wird, lernt es, sich selbst zu mögen.

Wenn ein Kind in Freundschaft angenommen wird,

lernt es, in der Welt Liebe zu finden.


 

 

 

 

Literaturliste